Amtseinsetzung Frau Kimmerle als Rektorin

Zahlreiche Gäste, ein ebenso buntes wie abwechslungsreiches Programm, vor allem aber unzählige Glückwünsche und wohlmeinende Worte für eine, die eigentlich lieber im Hintergrund bleibt und dort die pädagogischen Fäden in der Hand hält: Die offizielle Amtseinsetzung für Christina Kimmerle, die neue Rektorin an der Metzinger Neugreuthschule, wurde am Montag zu einem warmherzigen (Schul-)Fest.

Ganz neu ist sie ja nicht mehr auf ihrem Posten. Bereits am 1. August 2016 hat die bisherige Konrektorin die Amtsgeschäfte von ihrem am Montag erstmals wieder anwesenden Vorgänger Roland Feucht übernommen. Zuvor war sie lange Jahre als Lehrkraft an der Schule tätig. Sie hat also bereits Spuren hinterlassen. Profund deshalb das Urteil, das der neue Konrektor der Schule, Manuel Doll, über seine Vorgesetzte abzugeben wusste. „Sie ist genau die richtige Wahl, um das Schiff Neugreuthschule in sichere Gewässer zu führen.“ Und das, so illustrierte es der passionierte Fußballer, als Spielertrainerin: „Sie ist Teil der Mannschaft.“ Sie delegiere nicht von oben herab und ihr gelinge es, alle mitzunehmen und einzubinden. Der Gegenentwurf einer „Unterrichtsfabrik“.

„Sie übernehmen das Amt in nicht ganz einfachen Zeiten“, schloss sich Schulamtsdirektor Roland Hocker vom Schulamt in Tübingen an, der Christina Kimmerle denn auch offiziell ins Amt hob. Korrekturen am Bildungssystem, so Hocker, tragen zu ungewissen Zukunftsaussichten bei. Das derzeitige System, so seien sich Experten einig, werde in der jetzigen Form nicht bestehen bleiben. Es werde also in den kommenden Jahren nicht ganz leicht werden. Gleichwohl konstatierte er: „Sie haben hier einen Campus, der alles bietet um allen Kindern einen Schulabschluss bieten zu können.“ Er wünschte Kimmerle das ein oder andere Quäntchen Fortune bei der Gestaltung der anstehenden Prozesse.

„Ich habe Sie als Konrektorin und als Praktikerin kennen gelernt“, gratulierte Metzingens OB Dr. Ulrich Fiedler. Eine Praktikerin, die es sich zum Ziel gesetzt habe, aus Schülern Persönlichkeiten zu machen. Kimmerle im Speziellen, aber auch den übrigen Lehrkräften dankte er, Schülern, ganz gleich welchen Hintergrunds, den Weg in die Gesellschaft aufzuzeigen: „Ich habe großen Respekt vor allen, die das leisten“, so Fiedler. Bekommen habe die Schule nun eine Rektorin, die im Stande sei, wechselnden Herausforderungen zu begegnen: „Sie kann zuhören, mitfühlen und hat keine Angst vor Veränderungen und davor, der Realität ins Auge zu sehen.“

Kreative Glückwünsche
Die Liste der Gratulanten war lang. Schuldekan Meinrad Dusba überreichte eine Kerze, um die Schule auch mal im neuen Licht zu sehen. Der Sprecher der Metzinger Schulen, Jürgen Grund, nutzte die „wichtige und richtige“ Ernennung einer „Kümmererin“ zur Rektorin zu einem Plädoyer für die Werkrealschule. Glückwünsche kamen zudem von der ehemaligen Elternbeiratsvorsitzenden Ingrid-Walter Kühfuss und von ihrem Nachfolger, dem Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats, Peter Flämig. Ein gewichtiges Wort hatten auch die Schüler selbst beizusteuern. Sie gratulierten tanzend, turnend, musizierend und singend. Oder verfasst in sieben Sprachen: „Herzlich willkommen und viel Glück.“ Zur Gratulationsparade stellte sich auch das gesamte Kollegium der Schule auf.

Die mit Worten und Geschenken Bedachte indes sieht den Zauber des Anfangs bereits harter Arbeit weichen. An Christina Kimmerles Grundsatz hat sich gleichwohl nichts geändert: „Schule kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten gut und eng zusammenarbeiten.“ Bei ihrem Amtsantritt habe sie ein solides Fundament vorgefunden, um sich künftigen Herausforderungen stellen zu können. Bei allem was kommen mag, bieten will sie eine Heimstätte, in der Andersartigkeit und jeder Schüler willkommen ist. Neben der Wissensvermittlung bezeichnet sie die Herzens- und Gemütsbildung als Teil der Schulaufgabe – auch um die Schüler mit Lebensfreude, Mut und Zukunftsvertrauen entlassen zu können. Oder wie sie es in einer Mischung aus Trump und Obama formulierte: „Children first. Yes we can.“

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