Warum habt ihr Polizisten eigentlich solche Mützen auf dem Kopf?

Fragen über Fragen wurden beim Besuch von über 20 Grundschulkindern der Klassen 1-4 der Neugreuthschule auf dem Polizeirevier Metzingen im Rahmen vom LULE-Programm gestellt. „Wie viele Schuss Munition habt ihr? Kostet ein Polizeiauto mehr als andere Fahrzeuge? Warum nur Mercedes?“ und eben diese hier auch „warum habt ihr Polizisten eigentlich solche Mützen auf dem Kopf?“ sind nur einige, die im Rahmen des „Lust auf Leben“ (LULE) Programms der Neugreuthschule von den Schülern der Grundschule an Markus Gaßner, Polizist auf dem Polizeirevier Metzingen und zuständig für die Jugendarbeit, gestellt wurden.

Aber auch Herr Gaßner hatte viele spannende Fragen an die Schüler. Neben der wichtigen Frage: „Wie lautet nochmals die Notrufnummer der Polizei?“ wollte er von den über 20 Mädchen und Jungen wollte er natürlich auch noch wissen, „… habt ihr eine Ahnung, wann der Hubschrauber und die Pferdestaffel der Polizei zum Einsatz kommt?“. In den 1,5 Stunden beim Besuch des Polizeirevier gab es viel zu berichten und vor allem auch zu bestaunen. Markus Gaßner erklärte den Kindern, wie vielfältig die Aufgaben der Polizei sind: Unfälle aufnehmen, Tiere retten, manchmal auch Ein- und Verbrecher jagen. Und die Polizisten in Metzingen arbeiten mit ihren Kollegen in Reutlingen, Nürtingen (Hundestaffel) und Stuttgart (Reiterstaffel und Hubschrauberstützpunkt) übergreifend zusammen. Mit dem Funkgerät stehen alle miteinander in Kontakt.

Markus Gaßner ist seit über 25 Jahren Polizist und seit mehr als 5 Jahre jetzt in Metzingen. Er hat schon so einiges erlebt und gesehen. Davon berichtet er den Kindern, als diese staunend den Schaukasten mit „Fundstücken“ betrachteten. Schreckschusswaffen, die wie echte Pistolen und Gewehre aussahen, aber auch Messer und Schlagringe sind dort zu sehen – allesamt bei Kontrollen in und um Metzingen herum von der Polizei den ehemaligen Besitzern abgenommen und einbehalten.

Für einen kurzen Moment konnten die Schülerinnen und Schüler spüren, wie es ist, ein Verbrecher zu sein – als die Handschellen probeweise klickten. Markus Gaßner hatte aber den passenden Schlüssel sofort griffbereit. Ein bisschen gruselig war der kurze „Ausflug“ in eine der vier Arrestzellen, die es in Metzingen gibt. Die Kinder konnten sich so direkt und selbst einen Eindruck verschaffen, wie es ist, eingesperrt zu sein.

Der Abschluss des Nachmittags war lautstark: Mit Sirene und Blaulicht konnten die Kinder im Hof des Polizeireviers noch in ein Einsatzfahrzeug und einen Mannschaftsbus einsteigen und auch mal am Lenkrad sitzen.

Ein wirklich spannender und informativer Nachmittag ging leider viel zu schnell zu Ende, aber das LULE-Programm der Neugreuthschule bietet bis zum Ende des Schuljahres viele weitere tolle Ideen und Mitmachangebote für die Schüler. Das gesamte Programm wird übrigens in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit, Lehrern, Eltern und unter der Schirmherrschaft des Fördervereins „Freundeskreises Neugreuthschule e.V.“ gestaltet und durchgeführt – Ehrenamtlich und kostenfrei für die Kinder.

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