Ein Ort, an dem man gerne is(s)t – Neue Schülerumfrage zur Mensa Neugreuth liegt vor

Noch genießen die Metzinger Schülerinnen und Schüler die wohlverdienten Sommerferien. Unterwegs im Urlaub, im Freibad oder an einem kühlen Schattenplatz in der Stadt mag so mancher noch gar nicht an das nächste Schuljahr denken. Doch schon in wenigen Tagen startet der Schulbetrieb und damit auch der Mensabetrieb erneut. Dann werden wieder Hunderte von Schülerinnen und Schülern zur Mittagszeit in die Mensen stürmen.

Ein ganz besonderes Konzept bietet die Mensa Neugreuth. Hier – genauso wie auch an der Mensa Ösch – ist die BruderhausDiakonie für den Mensabetrieb zuständig. Konkret bedeutet das, dass Menschen mit und ohne Behinderung sich tagtäglich um die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen kümmern. „Es freut uns, dass hier auch Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz mitten in der Gesellschaft bekommen können“, erklärte Petra Droste von der BruderhausDiakonie das Konzept. Die Beschäftigten haben in der Mensa abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben, die von eher einfachen Tätigkeiten wie zum Beispiel Abtrocknen und Waffeln ausbacken über die Zubereitung von Snacks, Salaten und Nachtisch bis zum Ausgeben der Speisen und dem Kassieren gehen. Bei ihrer Arbeit werden sie vom Fachpersonal geschult, angeleitet und unterstützt.

Dass diese besondere Zusammenarbeit in der Mensa gut ankommt, wissen nicht nur die Verantwortlichen von der BruderhausDiakonie. „Die Beschäftigten arbeiten mit viel Herzblut und persönlichem Engagement“, so Lucia Ostertag von der BruderhausDiakonie. Das wurde auch von einer aktuellen Schülerumfrage zur Mensa Neugreuth bestätigt. Dreiviertel der befragten Kinder und Jugendlichen gaben an, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freundlich sind. 30% davon sagen sogar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf jeden Fall freundlich. Die Umfrage wurde von einer Projektgruppe rund um Schulleiter Jürgen Grund von der Schönbeinrealschule, Schulleiterin Christina Kimmerle von der Neugreuthschule, Gesamtelternbeiratsvorsitzenden Peter Flämig, Birgit Buck von der Stadtverwaltung sowie Petra Droste, Lucia Ostertag und Elisabeth Schmidt von der BruderhausDiakonie durchgeführt und ausgewertet.

Im Mittelpunkt der Befragung standen neben der Atmosphäre in der Mensa Neugreuth auch das Angebot und die Qualität des Essens. Über 550 Schülerinnen und Schüler von der Neugreuthschule/Werkrealschule und der Schönbeinrealschule wurden befragt. Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahrs liegen die Ergebnisse vor. „Uns ist es wichtig die Versorgung der Schülerinnen und Schüler zuverlässig auf einem guten Niveau sicherzustellen. Gleichzeitig wollen wir das Angebot für die Kinder und Jugendlichen stetig verbessern“, erklärte Schulleiter Jürgen Grund.

Im Ergebnis zeigte sich klar, dass ein überdurchschnittlicher Teil der Schülerschaft regelmäßig in der Mensa isst. So gehen 17% der Schülerinnen und Schülern ein- bis zweimal in der Woche in die Mensa. Weitere 7% gehen sogar mehr als zweimal in der Woche in die Mensa. „Damit stehen wir sehr gut da, denn im Gesamtdurchschnitt gehen nur etwa zehn bis 15% der Schülerinnen und Schüler einer Schule auch in die Mensa“, wusste Elisabeth Schmidt und ergänzte sogleich, dass vor allem ältere Schüler weniger oft in der Mensa essen. Das habe jedoch meist nichts mit der Mensa zu tun. Vielmehr möchten sich die Jugendlich lieber selbstständig versorgen und gehen häufig in kleineren Gruppen zum Beispiel zum örtlichen Döner-Imbiss.

Auch die Qualität und das Angebot des Essens wurden von den meisten Schülerinnen und Schülern positiv bewertet. So finden rund Zweidrittel der Befragten das tägliche Angebot vielfältig, abwechslungsreich und ausreichend. Allerdings gäbe es hier auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. So gaben einige Kinder an, das Essen würde nicht immer gut schmecken oder sei manches mal nicht mehr warm genug. „Wir nehmen das natürlich auf und schauen gemeinsam, wo wir was noch besser machen können“, sagte Petra Droste.

Neben den Bewertungen war es den Machern der Umfrage wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch Platz haben, um frei zu sagen, was sie gut oder schlecht an der Mensa finden und was sie sich wünschen würden. Demnach finden es besonders viele der Befragten gut, dass auch Menschen mit Behinderung in der Mensa arbeiten. „Das ist eine tolle Bestätigung für unser Team“, freute sich Lucia Ostertag. Zudem wünschen sich viele Schülerinnen und Schüler WLAN in der Mensa. „Da ist schon etwas geplant“ verriet Birgit Buck von der Stadtverwaltung.

Im neuen Schuljahr kommen je nach Wochentag zwischen 35 und 70 Grundschüler zum Mittagessen. Die Kinder kommen in betreuten Gruppen und bekommen ihr Essen auf Platten und in großen Schüsseln direkt auf den Tischen serviert – wie zu Hause in der Familie. „Auch im kommenden Jahr werden wir weiterhin gemeinsam anpacken, damit sich die Schülerinnen und Schüler in der Mensa wohlfühlen und hier ein gutes Essen bekommen. Wir freuen uns, wenn auch die neuen Schülerinnen und Schüler in die Mensa kommen“, betonten Peter Flämig und Jürgen Grund abschließend.

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